Die Kirche von St. Johann im Ahrntal, Detailaufnahme von unten des Glockenturms

Kirchen im Pustertal

Im Pustertal finden Sie Dutzende sehenswerte Kirchen von künstlerischem Wert, die Ihrem Urlaub in den Bergen die richtige Dosis Kultur geben. Antike Kirchen, modernere Kirchen, unterschiedlichste architektonische Stilrichtungen, mit Dekorationen und Fresken unterschiedlicher Schulen und Kunstformen.

Pfarrkirche St. Michael in Innichen (Hochpustertal)

Die Pfarrkirche St. Michael in Innichen geht ursprünglich bis auf das 12. Jh. zurück und wurde in romanischem Stil errichtet. Im Jahr 1735 ist sie allerdings im Barockstil renoviert worden und trägt einige typische Elemente des Rokoko. Auffällig sind die Bogenfenster und die Nischen mit Statuen. Die Fassade ist mit Engelsstatuen geschmückt und der Kirchturm hat einen runden Grundriss.

Altöttinger- und Grabeskirche in Innichen (Hochpustertal)

Die Altöttinger- und die Grabeskirche befinden sich in Innichen im Hochpustertal. Es handelt sich um zwei Kapellen, dei beide nach dem Modell zweier an anderer Stelle stehenden Kirchen gebaut wurden. Der Innichner Gastwirt Georg Paprion hat die Altöttinger Kirche, die im Volksmund Leidenskapelle genannt wird, im Jahr 1633 nach dem Muster der Altöttinger Gnadenkirche in Deutschland bauen lassen. Die Heiliggrabkapelle hingegen wurde 1653 nach einer Pilgerreise Paprions in das Heilige Land nach dem Grund- und Aufriss der Grabeskapelle in Jerusalem vollendet.

Pfarrkirche Enneberg (Kronplatz)

Die Pfarrkirche in Enneberg ist die Mutterkirche des Gadertals, von der einst das gesamte religiöse Leben des Tals abhing. Die Kirche wurde im Barockstil gebaut und hat einen 56 m hohen gotischen Turm. Besonders schön und geschichtlich interessant ist der Hochaltar im Renaissance-Stil, der im Jahr 1636 als Zeichen des Dankes, dass die Bevölkerung von der Pest verschont wurde, errichtet wurde. In der Mitte steht die wunderbare Madonna (Santa Maria d’La Pli). Von 1700 bis 1914 hatte das Dekanat seinen Sitz in der Pfarrkirche Enneberg.

Kirche Maria Heimsuchung (Kronplatz)

Die Kirche Maria Heimsuchung befindet sich in Bruneck. Im 13. Jh. befand sich an dieser Stelle eine kleine Kapelle. Im Jahr 1515 wurde die Renovierung im gotischen Stil begonnen, doch das Werk wurde nicht ganz abgeschlossen. 1789 wurde die neue Kirche im klassischen Stil geweiht und 1853 wurden die Renovierungsarbeiten im neuromanischen Stil beendet. Das Gewölbe wurde vom Künstler Georg Mader mit wundervollen Fresken dekoriert.

Heilig-Geist-Kapelle (Ahrntal)

Die Heilig-Geist-Kirche befindet sich in Kasern in der Gemeinde Prettau im oberen Ahrntal. Sie wurde im 15. Jh. im spätgotischen Stil errichtet und im Jahr 1455 vom Brixner Fürstbischof Nikolaus Cusanus geweiht. In der Kapelle stehen wunderschöne Holzstatuen von vielen verschiedenen Künstlern. In der Umgebung hingegen befinden sich die bekannten Riesenfelsensteine. Die Heilig-Geist-Kirche diente einst als Knappenkirche für die Bergwerksleute Prettaus und ist mittlerweile zu einem beliebten Pilgerziel geworden.

Kirche von St. Johann dem Täufer (Ahrntal)

Die Kirche von St. Johann dem Täufer (Ahrntal) befindet sich in St. Johann im Ahrntal. Ihr Bau begann im Jahr 1783 und wurde 1785 beendet. Die Weihe erfolgte 1788. Die innere Kuppel und der hintere Teil des Altars wurden von Franz Josef Schöpf mit Ölfarben bemalt. Jakob Santer aus Bruneck hingegen hat die Seitenaltäre gestaltet. Die Glasscheiben der Kirche stellen die Apostel dar und jedes ist ein kleines Kunstwerk für sich.

Pfarrkirche zu Hl. Helena und Kapelle St. Florian (Gitschberg Jochtal)

Die Pfarrkirche St. Helena in Mühlbach wurde im 13. Jh. errichtet und ist mit zahlreichen Fresken des 15. Jh. sowie einer modernen Erweiterung versehen (1975). Die Epitaphien der Adligen Zöllner und Pfleger in den Kirchenmauern wurden zusammen mit dem Jahresstein gegenüber dem Haupttor 1497 in die Burg umgesiedelt. Auf dem Kirchenplatz zeugen die Mühlsteine von der Bedeutung dieses Ortes in den vergangenen Jahrhunderten.

Die zweistöckige St.Florian Kapelle neben der Pfarrkirche wurde im 15. Jh. errichtet. Die äußeren Mauerfresken stammen aus der Zeit Friedrich Pachers. Während der Renovierungsarbeiten wurden zahlreiche übereinanderliegende Skelette gefunden. Darüber hinaus wurden auch zahlreiche Statuen, Inschriften und Münzen aus der Römerzeit ans Licht gefördert.